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Kultur- und Bildungspolitik

21.11.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2018

Nach dem fast völligen Zusammenbruch des Bildungswesens durch die langen Kriegsjahre und dem Abwandern vieler Fach- und Lehrkräfte ins Ausland hat die sozialistische Regierung nach 1975 mit dem langsamen Wiederaufbau des Bildungssektors begonnen. Dennoch beträgt die Alphabetisierungsrate erst knapp über 70 % und ist damit eine der niedrigsten Asiens. Die Alphabetisierung der Altersgruppe von 15 bis 40 Jahren liegt allerdings bei 87 % (Tendenz steigend).

Bildungssystem

Die Einschulungsquote liegt nach Angaben der UNESCO bei 94 % für die Grundschulen (6-10 Jahre) und bei knapp 59 % für die Sekundarschulen (11-17 Jahre). Unterschiede zwischen Städten und ländlichen Gegenden sowie zwischen Mädchen und Jungen nehmen allmählich als Ergebnis der durch internationale Geber unterstützten Maßnahmen der Regierung ab. Das öffentliche Schulsystem umfasst zwölf Schuljahre, davon fünf Jahre Grundschule (Eintrittsalter 6 Jahre), vier Jahre untere und drei Jahre obere Sekundarstufe. Die offizielle Schulpflicht beträgt acht Jahre, die in den ländlichen Gebieten selten erreicht werden. Unterrichtssprache ist Laotisch, die Sprache der Bevölkerungsmehrheit. Als wichtigste Fremdsprache wird Englisch an staatlichen Schulen sowie an zahlreichen privaten Einrichtungen gelehrt. Das dort erreichte Sprachniveau ist allerdings sehr niedrig. Das verbreitete Verlassen der Schule nach nur fünf Schuljahren ist von der laotischen Regierung offiziell als Begründung für eine gesetzliche Neuregelung angegeben worden, wonach seit 2014 die Anstellung von mindestens 12-Jährigen in Vollzeit-Arbeitsverhältnissen erlaubt ist.

Eine weiterführende Ausbildung ist an fünf staatlichen Universitäten möglich – vier, inklusive der Nationalen Universität Laos, werden durch das Ministerium für Bildung und Sport betreut, die Universität für Gesundheitswissenschaften untersteht dem Gesundheitsministerium. Darüber hinaus gibt es mehr als hundert staatliche sowie ca. 70 private sogenannte Colleges, die Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, speziell im Bereich BWL.

Mit deutscher Unterstützung wird zudem ein staatliches Berufsschulsystem aufgebaut.

Kulturpolitik

Laos ist eines der ärmsten Länder Asiens. Für kulturelle Aktivitäten sind nur begrenzte Mittel vorhanden. Staatliche Einrichtungen, insbes. Schulen und Hochschulen, vermitteln Unterweisung in traditioneller Musik und Tanz, in Vientiane besteht zudem eine Kunsthochschule (Bildende Kunst und Musik). Es gibt ferner eine örtliche Kurzfilmszene und verschiedene Pop-Gruppen, in kleinem Umfang modernen Tanz und eine kleine Theaterszene (Schattentheater, Marionetten). Laos ist kein Leseland. Traditionelle Literatur besteht in überlieferten religiösen Schriften. Es gibt einen kleinen Kreis zeitgenössischer Autoren, doch gibt es keine ausgeprägte Buchkultur.

Das Nationalmuseum ist seit seinem Umzug Ende 2017 vom Stadtzentrum in die Peripherie noch nicht wieder für Besucher geöffnet. Die Nationalbibliothek ist schlecht ausgestattet und aufgrund ihrer Lage am Stadtrand für die Öffentlichkeit nur schwer zugänglich. Die Studenten der Nationaluniversität am Hauptcampus Dongdok in Vientiane werden über einen Bibiotheksbus mit Büchern versorgt.

Seine besondere kulturelle Prägung erhält das Land durch seine ethnische Vielfalt mit 49 unterschiedlichen Ethnien. Die Mehrheitsbevölkerung der Tieflandlaoten ist nach wie vor in ihrem Lebenswandel buddhistisch geprägt. Für die zahlreichen verschiedenen Ethnien, die hauptsächlich in den entlegenen Landesteilen siedeln, ist die Pflege ihrer kulturellen Eigenart selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens.

Laos verfügt über eine Vielzahl von Kulturdenkmälern, die mit Hilfe von ausländischen Investoren und Organisationen vor dem Verfall bzw. dem Vergessen geschützt werden. Die alte Königsstadt Luang Prabang und die Khmer Tempelanlage 'Wat Phu' (auch: Vat Phou) wurden von der  UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Der von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit Mitteln der Bundesregierung  unterstützte Naturpark Hin Nam No in der Provinz Khammouane an der Grenze zu Vietnam wurde im August 2016 von der laotischen Regierung zur Aufnahme in die UNESCO Naturerbeliste vorgeschlagen. Auf der Tentativliste der UNESCO zur Aufnahme in die Welterbeliste stehen seit 2016 zudem die Megalithischen Stätten der Ebene der Tonkrüge in der Provinz Xiengkhouang sowie die buddhistische Stupa That Luang in Vientiane.Laos ist eines der ärmsten Länder Asiens. Für kulturelle Aktivitäten sind nur begrenzte Mittel vorhanden. Staatliche Einrichtungen, insbes. Schulen und Hochschulen, vermitteln Unterweisung in traditioneller Musik und Tanz, in Vientiane besteht zudem eine Kunsthochschule (Bildende Kunst und Musik). Es gibt ferner eine örtliche Kurzfilmszene und verschiedene Pop-Gruppen, in kleinem Umfang modernen Tanz und eine kleine Theaterszene (Schattentheater, Marionetten). Laos ist kein Leseland. Traditionelle Literatur besteht in überlieferten religiösen Schriften. Heute schreiben auch einzelne Autoren, doch gibt es keine ausgeprägte Buchkultur.

Seine besondere kulturelle Prägung erhält das Land durch seine ethnische Vielfalt mit 49 unterschiedlichen Ethnien. Die Mehrheitsbevölkerung der Tieflandlaoten ist nach wie vor in ihrem Lebenswandel buddhistisch geprägt. Für die zahlreichen verschiedenen Ethnien, die hauptsächlich in den entlegenen Landesteilen siedeln, ist die Pflege ihrer kulturellen Eigenart selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens.

Laos verfügt über eine Vielzahl von Kulturdenkmälern, die mit Hilfe von ausländischen Investoren und Organisationen vor dem Verfall bzw. dem Vergessen geschützt werden. Die alte Königsstadt Luang Prabang und die Khmer Tempelanlage 'Wat Phu' (auch: Vat Phou) wurden von der  UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die laotische Regierung beabsichtigt zudem, Anfang 2018 die Aufnahme der „Ebene der Tonkrüge“ („Plain of Jars“) in die Weltkulturerbeliste zu beantragen. Der von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit Mitteln der Bundesregierung  betreute Naturpark Hin Nam No in der Provinz Khammouane an der Grenze zu Vietnam wurde im August 2016 von der laotischen Regierung zur Aufnahme in die UNESCO Naturerbeliste vorgeschlagen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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