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Servicespektrum Konsularhife: Pässe, Beglaubigungen und Beurkundungen, Legalisation

Reisepass

Reisepass der Bundesrepublik Deutschland, © dpa

01.12.2017 - Artikel

Merkblatt für die Beantragung eines Reisepasses

Anträge auf Ausstellung eines Reisepasses  können nur bei persönlicher Vorsprache des Passbewerbers in der Passstelle der Botschaft gestellt werden. Minderjährige Passbewerber stellen ihren Antrag ebenfalls persönlich und in Begleitung des/der Sorgeberechtigten. Im Falle der Nichtanwesenheit eines sorgeberechtigten Elternteils, ist in der Regel dessen schriftliche Zustimmung zum Passantrag vorzulegen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.

Zur Antragstellung bringen Sie bitte ein aktuelles biometrisches Lichtbild mit.
Außerdem legen Sie bitte die folgenden Unterlagen zweifach (einmal im Original oder in beglaubigter Kopie und zusätzlich einmal in einfacher Kopie) vor:

- bisheriger deutscher Pass oder Personalausweis
- Geburts- oder Abstammungsurkunde
- Melde- oder Abmeldebescheinigung Ihres aktuellen oder letzten Wohnsitzes in der Bundesrepublik (falls Sie jemals einen Meldewohnsitz in der Bundesrepublik hatten)
sowie falls zutreffend:
- Auszug aus dem Familienbuch oder Heiratsurkunde (falls Sie verheiratet sind oder waren)
- Scheidungsurteil oder -urkunde (falls Sie Ihren Geburtsnamen wieder annehmen möchten)
- ggf. Bescheinigung über die Namensführung

Minderjährige Passbewerber legen bitte neben den o. g. Dokumenten zusätzlich die folgenden Unterlagen – ebenfalls einmal im Original und einmal in Kopie – vor:
- aktueller Reisepass/Personalausweis der Mutter
- aktueller Reisepass/Personalausweis des Vaters
- Auszug aus dem Familienbuch der Eltern oder Heiratsurkunde der Eltern (falls die Eltern miteinander verheiratet sind oder waren)
- Vaterschaftsanerkennung (falls die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet waren)
Im Einzelfall kann die Vorlage weiterer Dokumente erforderlich werden.

Die Gebühren sind bei Antragstellung in Landeswährung zum aktuellen Tageskurs der Zahlstelle der Botschaft zu entrichten. Eine Zahlung in Euro ist leider nicht möglich.
Reisepass für Antragsteller ab 24 Jahre (Gültigkeit: zehn Jahre, 32 Seiten)
81,00 €
Reisepass für Antragsteller ab 24 Jahre (Gültigkeit: zehn Jahre, 48 Seiten)
103,00 €
Reisepass für Antragsteller unter 24 Jahre (Gültigkeit: sechs Jahre, 32 Seiten)
58,50 €
Reisepass für Antragsteller unter 24 Jahre (Gültigkeit: sechs Jahre, 48 Seiten)
80,50 €

Bitte beachten Sie, dass Ihr Passantrag nur bearbeitet werden kann, wenn alle Unterlagen vollständig eingereicht und die Gebühren gezahlt worden sind. Die Bearbeitungsdauer für Reisepässe beträgt etwa 3-6 Wochen, da diese in Deutschland hergestellt werden. Bei Eilbedürftigkeit können Sie auch einen bis zu einem Jahr gültigen, vorläufigen Reisepass erhalten, der innerhalb von drei Arbeitstagen ausgestellt werden kann. Bei Ausstellung eines Passes nach Passverlust wird ein Identitätsnachweis (z.B. Paßkopie) und eine Passverlustanzeige der Polizei benötigt.

Falls die Passstelle der Botschaft nicht für Sie zuständig sein sollte (z. B. weil Sie in Deutschland gemeldet sind), wird zusätzlich zu den o. g. Gebühren ein Unzuständigkeitszuschlag in Höhe von 60,00 € (für einen zehn Jahre gültigen Reisepass) bzw. 37,50 € (für einen sechs Jahre gültigen Reisepass) fällig. Die Bearbeitungszeit verlängert sich, da die Botschaft zunächst die Ermächtigung zur Passausstellung von der für Ihren Wohnsitz zuständigen Passbehörde einholen muss.

Ihren Pass können Sie von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr persönlich in der Passstelle abholen. Bitte bringen Sie hierzu Ihren bisherigen Reisepass mit. Zur Abholung Ihres Passes können Sie auch eine andere Person schriftlich bevollmächtigen.

Für Rückfragen steht Ihnen die Botschaft gerne zur Verfügung.
Hinweis:
Gute Erfahrungen mit der Herstellung biometriefähiger Passbilder hatte die Botschaft bisher mit folgendem Fotoatelier:
„Best Image Kodak Express“; Ban Kaonhot, Samsenthai Road; Tel. 219 694; gegenüber „Phiawat School“

Stand: Januar 2018
Diese Mitteilung ist ohne Gewähr und unterliegt fortlaufenden Anpassungen.

Beglaubigungen und Beurkundungen:

Wenn Sie Fragen haben zu Beglaubigungen, Beurkundungen und Personenstandsfällen, wenden Sie sich bitte per Mail an info@vien.diplo.de.

Informationen zur Legalisation laotischer Urkunden und Urkundenüberprüfung

Die Botschaft Vientiane hat feststellen müssen, dass die Voraussetzungen zur Legalisation von öffentlichen Urkunden aus LAOS nicht gegeben sind. Daher wurde die Legalisation mit Billigung des Auswärtigen Amtes im Mai 2003 eingestellt. Die Innen- und Justizbehörden der Bundesländer wurden entsprechend unterrichtet.
Hier finden Sie jedoch weiterführende Informationen zur Amts-/Rechtshilfe für deutsche Behörden und Gerichte zur Urkundenüberprüfung.

Die Botschaft kann in Amtshilfe bzw. Rechtshilfe für deutsche Behörden und Gerichte
prüfen lassen, ob die Urkunde formal echt und inhaltlich richtig ist und hierdurch den inländischen Stellen Entscheidungshilfen geben. Ob eine Überprüfung erforderlich ist, liegt im Ermessen der jeweiligen Behörde oder des Gerichts, wo die Urkunde zu Beweiszwecken verwendet werden soll. Von Privatpersonen kann eine Urkundenprüfung hingegen nicht veranlasst werden.
Die Inlandsbehörde, die eine Überprüfung der Urkunden für ihre Arbeit benötigt, richtet hierzu ein Ersuchen an die Botschaft. Dazu muss sie l die ausländische Urkunde im Original sowie eine deutsche oder englische Übersetzung beifügen
- eine Passkopie beifügen
- konkrete Fragen stellen oder um Globalüberprüfung ersuchen und
- im Verhältnis zur Botschaft die Übernahme der entstehenden Auslagen zusagen.
Die Behörde kann ihrerseits diese Auslagen dem Urkundeninhaber zu Erstattung aufgeben und wird daher üblicherweise um Hinterlegung einer Sicherheitsleistung bitten. Die Auslagen entstehen dadurch, dass die Botschaft die gewünschten Überprüfungen nicht mit eigenem Personal durchführen kann, sondern sich regelmäßig auf die Erkundigungen von Vertrauensanwälten und sonstigen Vertrauenspersonen stützen muss. Die abschließende Bewertung und Stellungnahme erfolgt durch die Konsularbeamten der Botschaft. Die Urkunde und die  Stellungnahme der Botschaft werden anschließend unmittelbar an die ersuchende Behörde übersandt.

Es fallen regelmäßig Kosten zwischen 55 und 820 Euro je Urkunde an (entspricht 60,00 bis 900,00 US$, genauer Preis ist abhängig vom Dollar-Wechselkurs bei Überprüfung), je nachdem, wo die Urkunde ausgestellt wurde. Werden mehrere Urkunden, die von derselben Stelle ausgestellt wurden, überprüft, so werden für die Überprüfung der zweiten und aller weiteren Urkunden jeweils 60,00 US-$ (ca 55 Euro) erhoben. Wenn in besonders gelagerten Fällen absehbar ist, dass höhere Auslagen entstehen, wird die Botschaft zunächst die ersuchende Behörde informieren.
Für die Überprüfung wurden – in Abhängigkeit von der Region, aus der die Urkunden stammen, folgende Fallpauschalen angesetzt:
Urkunden aus der Innenstadt Vientiane: 55-185 Euro
Urkunden aus dem Umland Vientiane: 110-230 Euro
Urkunden aus Provinzhauptstädten: 185-820 Euro
Urkunden aus abgelegenen Dörfern: ab 820 Euro
Die Erledigung dauert nach bisherigen Erfahrungen durchschnittlich 1-3 Monate inklusive Post- und Kurierlaufzeiten.
Für den Fall, dass sich im Einzelfall ein erheblich erhöhter Zeitbedarf abzeichnet, wird die Botschaft die ersuchende Behörde entsprechend informieren. Es wird um Verständnis gebeten, dass die erforderliche Korrespondenz ausschließlich zwischen der Botschaft und der ersuchenden Behörde geführt wird.

Hinweis: Die inländischen Behörden können zur Übermittlung ihrer  Amtshilfeersuchen an die Botschaft den amtlichen Kurierweg des Auswärtigen Amtes mitbenutzen:

Postanschrift:
Auswärtiges Amt
für Botschaft Vientiane
Kurstr. 36
10117 Berlin

Privatpersonen steht der amtliche Kurierweg nicht zur Verfügung.
Die Botschaft ist bemüht, alle Ersuchen so zügig wie möglich zu bearbeiten und bittet, wegen des hohen Geschäftsanfalls von zusätzlichen Sachstandsanfragen abzusehen.
Alle Angaben in diesem Merkblatt beruhen auf den Erkenntnissen und Einschätzungen der Botschaft im Zeitpunkt der Textabfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann keine Gewähr übernommen werden